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Schulprogramm

Allgemeines zur Schule

Die Städtische Realschule Gummersbach wurde 1961 gegründet, 1965 wurde das jetzige Schulgebäude am Hepel fertig gestellt und bezogen. Aus den anfangs zwei Parallelklassen entstand im Laufe der Jahre eine dreizügige Schule, die in zwei Jahrgängen derzeit noch vier parallele Klassen hat.

Mit der Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume und erheblichen Umbaumaßnahmen in den Jahren 1996/97 wurden erste Schritte zu einer Modernisierung des Gebäudes getan. Eine Erweiterung des Gebäudes um einen technischen Gebäudeteil machte einen Technikraum mit modernen Großmaschinen möglich. In den folgenden Jahren wurde das Mobiliar auf den neuesten Stand gebracht.

Erheblicher Einsatz von Lehrern, Schülern und die tatkräftige Unterstützung des Fördervereins ermöglichten die Ausstattung und Einrichtung zweier moderner Informatikräume und eine komplette Vernetzung des gesamten Gebäudes.

Zur Zeit wird unsere Schule von 550 Schülern besucht, die in 20Klassen von 34 Kolleginnen und Kollegen unterrichtet werden.


Pädagogisches Grundkonzept

„Non scholae - sed vitae discimus“
Für uns, die Realschule Gummersbach-Hepel, gilt diese Aussage heute erst recht: Schule ist nicht Selbstzweck, sondern muss „fit“ machen für das Leben, vorbereiten auf die Bereitschaft zum „lebenslangen Lernen“, Methoden für selbstständiges Lernen vermitteln und im Sinne einer christlich-abendländischen Ethik und einer Sensibilisierung für demokratische Entscheidungsprozesse erziehen.

Dabei bezieht unsere Schule Berufswelt, Arbeits- und Technikbezüge sowie gesellschaftspolitisches Geschehen in die Stoffvermittlung und Erziehung mit ein. Nur so sind Innovationsfähigkeit, Flexibilität und soziale Mobilität erreichbar.

Die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen wird auch davon abhängen, wie der erziehende Fachunterricht Kenntnisse vermittelt, aus denen sich fundierte Kritikfähigkeit entwickeln kann. Um diese zu erreichen, sind Tugenden wie Ausdauer, Ordnungssinn, Disziplin, Fleiß und Pünktlichkeit wesentliche Voraussetzungen. Ausbildungsbetriebe von heute erwarten von Jugendlichen Teamfähigkeit, Kreativität, Bereitschaft zur Weiterbildung neben Grundkenntnissen in Informatik und eine gute Allgemeinbildung. Der Fächerkanon in der Realschule ist vorgegeben, die Leistungserwartung in Rahmenrichtlinien festgelegt.

Der Erprobungsstufe (Klasse 5/6) gilt besonderes Augenmerk, um durch rechtzeitige Schullaufbahnberatung (möglichst im Dialog mit Kolleginnen und Kollegen der Grundschule) angemessene Schullaufbahnabschlüsse zu sichern. Ein Methodentraining im Sinne des „Lernen lernen“ soll in dieser Klassenstufe den individuellen Lernerfolg sichern und steigern. Ab der Klassenstufe 7 werden durch die Neigungsdifferenzierung individuelle Schwerpunkte gesetzt. Betriebspraktikum, Berufsinformationsveranstaltungen und individuelle Beratung geben den Jugendlichen Hilfen für die eigene Berufsorientierung.


Beratung

Beratung wird zunehmend ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil an Schulen.

Einzelfallberatung

An unserer Schule hat das Beratungslehrerteam ein Konzept entwickelt, bei dem sich verschiedene Aspekte und Aufgabenbereiche miteinander verbinden:

  • Im Mittelpunkt steht die Einzelberatung bei besonderen Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten oder Konflikten in der Klasse. Diese Gespräche, die die Beratungslehrer mit Schülern, Eltern oder Lehrern führen, sind freiwillig und vertraulich.
  • Ist in diesen Beratungsgesprächen ein Vertrauensverhältnis entstanden, so kann in manchen Situationen die Hilfestellung gegeben werden, sich auch therapeutische Hilfe in einer psychologischen Beratungsstelle zu holen.
  • Durch den Kontakt, den die Beratungslehrer unserer Schule zu der psychologischen Beratungsstelle und anderen außerschulischen Einrichtungen haben, kann diagnostische und therapeutische Hilfe vermittelt werden.
  • Durch Informationsabende und die Vorstellung bei Klassenpflegschaftsabenden möchten die Beratungslehrer den Kontakt mit den Eltern aufbauen und ihnen somit auch die Möglichkeit geben, sich bei Problemen oder bei der Vermittlung von Hilfsangeboten an sie wenden zu können.


Schullaufbahn- und Berufswahlberatung

Schülerinnen und Schüler der Klassen 9/10 stehen vor zunehmenden Problemen bei der Entscheidung für einen Ausbildungsberuf oder eine weiterführende Schule.
Die Palette der Ausbildungsberufe verändert sich ständig, die Anzahl der Plätze an weiterführenden Schulen ist durch zunehmenden Andrang begrenzt.
Wir als Schule sind also mehr denn je in der Pflicht, Schülerinnen und Schüler Beratungsmöglichkeiten anzubieten, um sie bei Ihrer Berufswahlentscheidung zu unterstützen.
Dabei nutzen wir neben der Beratung durch die Berufswahlkoordinatorin und Klassenlehrer/Klassenlehrerinnen zunehmend Angebote außerschulischer Partner. Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern an:

  • Einzelberatung durch Vertreter der Bundesagentur für Arbeit
  • Informationsveranstaltung mit Vertretern der weiterführenden Schulen im Umkreis Gummersbachs
  • Teilnahme an Informationstagen der weiterführenden Schulen
  • Ein umfassendes Konzept zur Berufswahlorientierung gibt weitere Hilfestellungen.

Schulordnung

Schul- und Bildungsgesetze des Landes Nordrhein-Westfalen schreiben verbindlich die Aufgaben und Gestaltung des Schullebens vor. Zentrale Aufgaben von Schule sind Erziehung und unterrichtliche Vermittlung. Diese allgemeinen Erziehungsziele und die damit verbundene Wertevermittlung sind in Artikel 7 der Landesverfassung niedergelegt. Erziehung wird als politisch-gesellschaftliche Aufgabe verstanden, die parallel zum fächergebundenen oder fachlichen Lernen stattfinden muss, um Bereitschaft zur Mitverantwortung in unserer Gesellschaft zu sichern.

Jede Gemeinschaft braucht eine Ordnung, damit das Zusammenleben harmonisch verläuft. In gemeinsamer Arbeit haben Eltern, Schüler und Lehrer der Realschule Hepel eine klare Hausordnung für ihre Schule festgeschrieben. Diese Hausordnung soll mit einigen grundsätzlichen Regelungen die Voraussetzungen für einen störungsfreien und für alle zufriedenstellenden Schulalltag schaffen.

Zusätzlich wurden in einem intensiven Austausch und durch Umfragen in der Gesamteltern- und Schülerschaft in einem langen Entwicklungsprozess gegenseitige Erwartungen von Schülern, Eltern und Lehrern abgeklärt. Die Ergebnisse haben in klaren gegenseitigen Verhaltensvereinbarungen ihren Niederschlag gefunden.


Schulorganisation

Die Erprobungsstufe

Die Erprobungsstufe soll die Schülerinnen und Schüler in die im Vergleich zur Grundschule andersartigen Lehr- und Lernbedingungen der Realschule einführen. Etwa alle drei Monate finden Erprobungsstufenkonferenzen statt, in denen die in der jeweiligen Klasse unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer über die Arbeit in der Klasse und über jeden einzelnen Schüler beraten. Falls notwendig werden umgehend Beratungsgespräche mit den Erziehungsberechtigten geführt.
Hospitationsbesuche der Grundschulkinder an unserer Schule sollen dazu beitragen, Ängste beim Wechsel in die neue Schulform abzubauen. Kennenlern-Nachmittage schon vor Beginn des neuen Schuljahres dienen dazu, dass Schülerinnen und Schüler der neuen Klassen 5 direkte Kontakte knüpfen und ihnen die neue Schule schneller vertraut wird. Hilfreich ist dabei auch ein für unsere neuen Schüler/innen entwickelter Schulführer, der kleine Tipps für den Schulalltag gibt. Ein Patenprogramm von Schülern der Klassen 10 für die Neuankömmlinge sichert eine intensive Betreuung der Klassen 5 und den Kontakt der „Kleinen“ zu den „Großen“. Dies fördert gleichzeitig die Verantwortung der Abschlussklassen.
Um fachliche Übergangsprobleme einzelner Schüler zu mildern, bieten wir in den Klassen 5 und 6 Förderunterricht in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik an. In den Klassenstufen 5/6 haben unsere Schüler/innen mindestens ein Schulhalbjahr zweistündigen Schwimmunterricht und können an freiwilligen Arbeitsgemeinschaften im Bereich Musik teilnehmen.


Differenzierung

Die Differenzierung in den Klassen 7 bis 10 eröffnet unseren Schülerinnen und Schülern Lernangebote, die in besonderer Weise ihren unterschiedlichen Lernbedürfnissen und Befähigungen entsprechen. Sie entscheiden sich hier für eine bestimmte Fächerkombination, die ihren individuellen Stärken oder späteren Berufsvorstellungen entspricht.
Wir bieten derzeit folgende Differenzierungsschwerpunkte als Klassenarbeitsfach an:

  • Neigungsschwerpunkt Fremdsprachen (Französisch)
  • Neigungsschwerpunkt Sozialwissenschaften (Sozialwissenschaften/Informatik)
  • Neigungsschwerpunkt Naturwissenschaften (Biologie)
  • Neigungsschwerpunkt Technik (Technik/Informatik)

Durch die Wahl eines Schwerpunktbereiches bestimmen die Schülerinnen und Schüler ihr Abschlussprofil, wobei alle Profile das gleiche Anspruchsniveau haben und die gleichen Berechtigungen erteilen. Schülerinnen und Schülern, die nach dem qualifizierten Realschulabschluss das Abitur anstreben, wird das Fach Französisch als abgeschlossene 2. Fremdsprache anerkannt.


Medienbildung

Leben und Lernen setzt in unserer Zeit eine sinnvolle Einbeziehung der so genannten "neuen Medien" in den Schulalltag nahezu zwangsläufig voraus. Immer weitere Bereiche des öffentlichen Lebens bedürfen des Computers, werden z.B. online erledigt - immer mehr Gefahren lauern in den an sich positiven Errungenschaften der modernen Technik. Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, wird die Medienbildung an der Realschule Gummersbach-Hepel durch systematische Einbeziehung von Multimedia und Internet in den Unterricht weiter verstärkt.
Schülern und Schülerinnen einen bewussten, offenen und trotzdem vorsichtigen Umgang mit den neuen Technologien zu eröffnen und sie zum sinnvollen Umgang mit diesen Medien zu befähigen, ist ein wesentliches Ziel des Unterrichts. Die Einbeziehung der neuen Technologien in Teilbereiche des Unterrichts nahezu aller Fächer ermöglicht die Einübung und Nutzung neuer Lern-, Kommunikations- und Kooperationstechniken.
Die Realschule Gummersbach-Hepel kann auf umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit dem Computer als Medium verweisen. Die technischen Voraussetzungen für die Umsetzung eines Medienkonzeptes sind entsprechend eines langjährigen Entwicklungsplans geschaffen worden.

  • Durch konsequente langjährige Eigeninitiative und die Unterstützung des Schulträgers und unseres Fördervereins sind wir als Schule mit zwei vernetzten Informatikräumen mit je 16 Schülerarbeitsplätzen ausgestattet, die dem derzeitigen modernen Stand der Technik entsprechen.
  • Alle Räume des Schulgebäudes sind vernetzt und bieten somit die Voraussetzung für die Integration der neuen Medien in jeden Unterricht.
  • Seit vielen Jahren gehört qualifizierter Informatikunterricht zum festen Bestandteil des Wahlpflichtunterrichts ab Klasse 8.
  • Die Mehrzahl der Lehrkräfte hat inzwischen an unterschiedlichsten externen und internen PC-Fortbildungen teilgenommen; der Computer wird als Hilfsmittel im Unterricht aller Fächer eingesetzt.


Die mit dem schulischen Einsatz neuer Medien zunächst verbundene Zielvorstellung der Entwicklung von „Medienkompetenz“ ist inzwischen durch den wesentlich weiter zu fassenden Begriff „Medienbildung“ abgelöst worden. Die Arbeit und der Umgang mit neuen Medien, vor allem mit dem gesamten Feld der Computertechnologie ist nicht mehr dem Fach Informatik vorbehalten, sondern ist fester Bestandteil der Curricula aller Fächer. Die neuen Techniken stehen nicht mehr als Lerngegenstand für sich im Vordergrund, sondern als Lernmittel. Computer und Internet werden immer mehr Werkzeuge zur Information, Kommunikation und Präsentation.

Insgesamt geht es uns bei der Medienbildung um

  • kompetenten Umgang mit den „neuen Medien“
  • die Reflexion über (neue) Medien.

Konkret werden mit der Fortschreibung unseres Medienkonzeptes folgende Ziele angestrebt:

  • Optimierung der individuellen Informationsbeschaffung
  • Etablierung des Lerninhalts: „Internet, neue Technologien“
  • Förderung und Vermittlung von Medienkompetenz
  • Technische und instrumentelle Grundkenntnisse und Fähigkeiten
  • Verantwortungsbewusster und kritischer Umgang mit dem Internet
  • Interaktives Lernen und individuelles Lerntempo
  • Förderung von Eigeninitiative und selbst initiierten Lernprozessen
  • Schreiben, Gestalten, Publizieren mit Hilfe von PC und Internet


Die Realschule Gummersbach-Hepel will ihre Schülerinnen und Schüler darauf vorbereiten, sich in der modernen Medienwelt zurechtzufinden. Damit besteht die Aufgabe, aus der zur Verfügung stehenden Datenfülle Informationen herauszufiltern (inhaltliche Selektions- und Beurteilungskompetenz), hieraus zu lernen, das Gelernte weiterzuverarbeiten, sowie die neuen Medien insgesamt technisch zu beherrschen und motivierend einzusetzen. Richtlinien und Lehrpläne aller Fächer fordern die Kompetenz zur umfassenden und kritischen Nutzung der neuen Medien. Der Umgang mit Computern ist nach Fortschreibung unseres Medienkonzeptes fester Bestandteil unterschiedlichster Fächer.
Die dazu notwendigen Lerninhalte und die zu erreichenden Qualifikationen sind durch ein umfassendes Medienkonzept konkretisiert worden. Der zur Umsetzung des Konzeptes notwendige Bedarf an Fortbildung für Kolleginnen und Kollegen wurde ermittelt und in den schulischen Fortbildungsplan eingearbeitet.
(siehe: Verbindliche Inhalte der Medienbildung unserer Schule)


Methodentraining - „Lernen lernen“

In unserer Gesellschaft werden Leistungen gefordert, die fächerübergreifende Einsichten erfordern. Die Wirklichkeit ist nicht fachlich organisiert. Insofern ist ein Überschreiten der Fächergrenzen unverzichtbar. Vieles von dem, was die heutigen Schüler als Erwachsene benötigen werden, können sie nicht schon jetzt als verfügbares Wissen erwerben, sondern sie müssen über die Fähigkeit und Bereitschaft zur lebenslangen Bildung und Weiterbildung verfügen.
Untersuchungen haben gezeigt, dass die Methodenkompetenz eine sehr wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen ist. Diese Kompetenz ist bei Schülern aber über weite Strecken sehr unbefriedigend. Folge davon sind Lern- und Leistungsprobleme.
Daraus ergibt sich für uns zwingend die Notwendigkeit des Lernzieles der formalen Lernkompetenz im Sinne der Beherrschung von Lernstrategien und Lerntechniken. Wir haben uns aus diesem Grunde zum Ziel gesetzt, auf der Grundlage eines methodischen Trainings die Schüler mehr zum eigenverantwortlichen Lernen zu bewegen.
Unser Methodentraining, seit einigen Jahren in der Probe, ist im Schuljahr 04/05 einer kritischen Prüfung unterzogen worden.
Daraus erwachsen ist ein umfassendes Konzept mit den Grundlagen für ein gezieltes „Lernen lernen“ in Absprache mit allen Fachbereichen unserer Schule.
(siehe Informationen zum Methodenlernen)


Textilgestaltung - Kunst

Im Fach Textilgestaltung werden Hilfen zur Entfaltung der individuellen Fähigkeiten, der sinnlichen Wahrnehmung und der ästhetischen Empfindungen gegeben. Hier soll bewusst, kompetent und kreativ mit den speziellen Materialien umgegangen werden. Spezifische Arbeitsformen fördern die sozialen Beziehungen und die Interaktion innerhalb der Schülergruppe. Neben den die Arbeitswelt betreffenden Kenntnissen, wie z. B. feinmotorischen Fertigkeiten, vermittelt der Textilunterricht Fähigkeiten, die für verantwortliche Tätigkeiten notwendig sind: Teamfähigkeit, Kreativität und Flexibilität.
Das Fach Kunst bildet zusammen mit Musik und textilem Gestalten einen Arbeitsschwerpunkt im Lernbereich der musischen Fächer. Hier gilt es, nicht nur die sinnliche Wahrnehmung junger Menschen zu vervollkommnen, sondern auch die eigene künstlerische Produktion und die Kreativität ihres Denkens und Handelns zu entwickeln. Neben den gestaltenden Bereichen im Fach Technik haben unsere Schüler besonders in diesen Fächern die Möglichkeit, das eigene Ausdrucksbedürfnis mittels bildnerisch-gestalterischer Techniken zufrieden zu stellen.

In den vergangenen Jahren haben die Fachbereiche Kunst und Textilgestaltung sehr wesentlich zur Gestaltung des Schulgebäudes beigetragen. Viele Schülerarbeiten schmücken Treppenhäuser und Flure.
Auch die Säulen unserer Pausenhalle von Schülern der Klasse 9 künstlerisch sehr kreativ nach eigenen Entwürfen neu gestaltet. Bei der Teilnahme an regionalen Kunstwettbewerben waren unsere Schüler in den letzten Jahren sehr erfolgreich.

Fördern und Fordern

Schwerpunkte für die weitere Arbeit an unserem Schulprogramm ist ein Förderkonzept, das zum einen Leistungsschwächen und –stärken unserer Schüler stützen soll, auf der anderen Seite aber auch die Zielsetzung der „sozialen Kompetenz“ berücksichtigt.


Schule und Umfeld

Partner

Eine Schule kann nicht losgelöst vom regionalen Umfeld handeln. Daher existieren vielfältige Vernetzungen mit örtlichen Einrichtungen, Institutionen und Vereinen. Schwerpunkte dieser Vernetzung sind die Zusammenarbeit mit:

  • Eltern (z.B. informelle „Stammtische“)
  • Sportvereinen und Sportstudios
  • Tanzschulen
  • Verbänden von Industrie und Handwerk
  • ortsnahen Firmen
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Behörden (z.B. Gesundheitsamt)
  • Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Wiehl


Berufswahlorientierung

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 stehen vor dem Problem, sich für eine weiterführende Schule oder einen Ausbildungsberuf entscheiden zu müssen. Die Berufswahlorientierung nimmt daher von der Klassenstufe 8 bis zur Klasse 10 einen breiten Raum ein. In intensiver Zusammenarbeit mit dem Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit, dem Arbeitgeberverband, den ortsansässigen Firmen und den für unsere Schüler in Frage kommenden weiterführenden Schulen geben wir ihnen Hilfestellungen für die richtige Berufswahl bzw. Schulentscheidung. Intensive Behandlung des Themenfeldes Berufwahlorientierung im Unterricht verschiedener Fächer wird ergänzt durch:

  • Besuche des Berufswahlinformationszentrums in Bergisch-Gladbach
  • Unterrichtsbesuche durch Vertreter der Bundesagentur für Arbeit,
  • Einzelsprechstunden des Berufberaters in der Schule,
  • Bewerbungstraining mit Ausbildern Gummersbacher Firmen,
  • Workshops zur Berufsfindung mit dem Arbeitgeberverband,
  • Erkundungen regionaler Betriebe,
  • Besuch von Berufinformationsmessen,
  • eine Informationsveranstaltung mit Vertretern der weiterführenden Schulen

Von besonderer Bedeutung ist auch unser dreiwöchiges Betriebspraktikum in der Jahrgangsstufe 9, das ein fester Bestandteil unseres Berufswahlorientierungs-angebotes ist. Die Schüler machen in diesem Praktikum erste Erfahrungen mit der Arbeitswelt und gewinnen Einblicke, die ihnen eine fundierte Berufswahlentscheidung ermöglichen können. Durch die langjährige Zusammenarbeit mit vielen oberbergischen Firmen und deren hilfreicher Unterstützung ist es uns möglich, unseren Schülerinnen und Schülern eine vielfältige Auswahl an Praktikumsplätzen zur Verfügung zu stellen. Die sprachlichen Aspekte dieses Bereiches, z. B. die Anfertigung von Lebenslauf und Bewerbungsschreiben, werden im Fach Deutsch intensiv aufgearbeitet und differenziert.


Aktivitäten

Umwelterziehung

Dass Umwelterziehung nicht nur etwas mit den großen Industrien zu tun hat, sondern auch schon im persönlichen Umfeld beginnen muss, erfahren die Schüler und Schülerinnen durch die Übertragung von Verantwortlichkeiten für Schulgelände, Schulgebäude und Klassenräume. Natürlich wird diese Thematik auch fächerübergreifend von Klasse 5 bis 10 inhaltlich erarbeitet.


Klassen-/Kursfahrten

Derzeit findet an der Realschule-Hepel eine einwöchige Klassenfahrt in der Jahrgangsstufe 7 und Studienfahrten in der Klasse 10 statt. Für die anderen Jahrgangsstufen gibt es die Möglichkeit verschiedener Tagesfahrten. Innerhalb dieses Rahmens können Theaterbesuche, sowie kulturelle sonstige Veranstaltungen durchgeführt werden.


Sport

Die Realschule Hepel ist als Partnerschule der “Handballakademie Oberberg” in ein sportliches Konzept eingebunden. Ziel des sich im Aufbau befindlichen Modells ist die Förderung und Sichtung von Sporttalenten in mindestens drei Schwerpunktsportarten. Durch die Bildung einer Sportklasse seit dem Schuljahr 2008/2009 soll talentierten und sportbegeisterten Schülerinnen und Schülern der Zugang zum Leistungssport ermöglicht werden. Mehr Sportunterricht und die enge Kooperation mit Trainern des Projekts sowie die Berücksichtigung organisatorischer Belange des Wettkampfsportes sollen sportliche Fördermöglichkeiten garantieren. Die schulischen Entwicklungsmöglichkeiten werden durch Hausaufgabenbetreuung und gegebenenfalls durch Förderunterricht im Rahmen des Modells gesichert. Die Aufnahme von Schülern des Handballinternates ergänzt den Aufgabenbereich der Partnerschule.
(siehe Informationen zur Sportklasse)

Der breiten- und freizeitsportliche Aspekt des Schulsports behält seine Bedeutung im Rahmen des Sportunterrichtes. Die Schülerinnen und Schüler nehmen an Landesmeisterschaften der Schulen und Turnieren auf örtlicher Ebene in den Bereichen Volleyball, Handball, Fußball und Tischtennis teil. Schulinterne Turniere in diesen Sportarten ergänzen das Angebot. Des weiteren nimmt die Schule seit 4 Jahren erfolgreich am jährlich stattfindenden “Köln - Schulmarathon” teil und weist der Ausdauerfähigkeit eine besondere Bedeutung zu.

Fitnesstests für die gesamte Schule ermöglichen die Feststellung des “Ist -Standes” und gezielte Förderung der Schülerinnen und Schüler. Ein Höhepunkt der Sportaktivitäten ist das alljährliche Sport-und Spielefest, an dem die Schüler aller Klassen ihre sportliche Fitness miteinander vergleichen können.

 


Gesunde Schule/Gesundheitserziehung

Aspekte der Gesundheitserziehung finden sich nicht nur im Biologieunterricht wieder, auch gehört die Beachtung der seelischen Gesundheit durch die konsequente Förderung eines sozialen Umgangs miteinander zu diesem Bereich.

Einen besonderen Stellenwert in diesem Zusammenhang hat die Suchtvorbeugung, wobei Drogen- und Suchterkrankungen als eine mögliche Folge von Störungen der Persönlichkeitsentwicklung in Abhängigkeit vom sozialen Umfeld verstanden werden. Aber auch das „gesunde Schulfrühstück“, das zweimal wöchentlich von der SV (Schülerverwaltung) organisiert wird, ist hier zu nennen.

Mit dem technischen Fortschritt haben Umweltbelastungen stark zugenommen. Bewegungsmangel und veränderte Ernährungsgewohnheiten wirken sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit aus. Hier sorgt die Schule in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt für Aufklärung, Vorbeugung und Beratung und bietet schwerpunktmäßig im Biologieunterricht die Möglichkeit, sich über wichtige Details der Ernährung, Fitness und Gesunderhaltung zu informieren.


Schulsanitätsdienst

Im Jahre 2002 wurde von der Schülervertretung der Wunsch geäußert, einen Schulsanitätsdienst an unserer Schule einzurichten. Nach Beratung in den Mitwirkungsgremien und Beschluss durch die Schulkonferenz begann die Planung dieses Projektes. Mit einem Fachkollegen, selbst Erste-Hilfe-Ausbilder und Rettungssanitäter, war schnell ein Lehrer gefunden, der sich dieses Projektes annehmen konnte. Es folgten 2 ½ Jahre der Suche nach Schülerinnen und Schülern, die geeignet und bereit waren, die Ausbildung und Prüfungen auf sich zu nehmen. Ausbildung und Ausrüstung erfolgten in Zusammenarbeit mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Wiehl.
Am 02. Mai 2005 war es endlich soweit: Mit 14 Schülerinnen und Schülern konnte der Schulsanitätsdienst seinen Betrieb aufnehmen. An jedem Schultag sind 2 Schüler von 7.45 Uhr bis 13.05 Uhr in Rufbereitschaft und können bei Bedarf per Funk alarmiert werden. Ausrüstung und Krankenliege befinden sich in der Schülerbücherei, wo im Notfall auch die Behandlung stattfindet.
Der Schulsanitätsdienst bietet den Schülerinnen und Schülern neben dem Erwerb von fachlichen Kenntnissen im Bereich der Ersten Hilfe die Möglichkeit, Verantwortungsbereitschaft für andere zu zeigen und Teamfähigkeit zu erlernen. Somit wird hier auch ein wenig auf das Berufsleben vorbereitet. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 im Rahmen einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft.


Feste und Feiern

Seit dem Jahr 2000 gibt es die schöne Tradition, dass die Schüler der Jahrgänge 5/6 ihre Eltern in der Vorweihnachtszeit zu einem besinnlichen „Dezemberabend“ einladen. Mit Gedichten, Theateraufführungen und musikalischen Vorführungen stimmen wir uns auf die Weihnachtszeit ein. Ein kleiner Basar mit den Bastelarbeiten der Schüler wird zugunsten des Ometepe-Projektes veranstaltet.

Größere Schulfeste werden in Projektwochen vor den jeweiligen Terminen vorbereitet, so z.B. im September 2000 „Hepels Jahrtausendfest“, das in Zusammenarbeit mit dem „Verein der Freunde und Förderer der Realschule Gummersbach-Hepel“ geplant und durchgeführt wurde.


Weitere Aktivitäten: Das Ometepe-Projekt

Seit dem Jahr 1995 besteht zwischen unserer Schulgemeinschaft und dem Ometepe-Projekt in Nicaragua eine enge Beziehung:

  • Lehrerinnen und Lehrer stellen in unterschiedlichen Fächern das Ometepe-Projekt vor, arbeiten in verschiedenen Themenbereichen dazu und möchten damit die soziale Kompetenz der Schüler/innen weiter entwickeln.
  • Unsere Schülerinnen und Schüler haben sich für die Lebenssituation der Menschen in einem der ärmsten Entwicklungsländer sensibilisieren lassen und die Unterrichtsarbeit in Gottesdienste, Ausstellungen und Spendenaktionen umgesetzt.
  • Die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler unterstützen das Projekt durch Spenden, ebenso wie der Förderverein der Schule.


Fortbildung

Im Rahmen der Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung von Unterricht nehmen die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule regelmäßig an Fortbildungen teil – denn sich verändernde Bedingungen in der Schule und neue Formen des „Lehrens“ und „Lernens“ erfordern auch neues „Können“.

Schwerpunkt der Fortbildung in den letzten zwei Schuljahren war das Thema „Methodenkompetenz“. In mehreren schulinternen Fortbildungsveranstaltungen haben alle Kollegen sich mit der Thematik des „Lernen lernens“ intensiv vertraut gemacht.

Mit der Fortschreibung des Medienkonzeptes und den damit festgeschriebenen Unterrichtsinhalten wurde eine intensive Fortbildung aller Kolleginnen und Kollegen notwendig. Denn nur medienkompetente Lehrer können Medienkompetenz an Schüler weitergeben. Da nicht alle Kollegen an unserer Schule im Einsatz neuer Medien im Unterricht ausgebildet waren, wurde dies schulintern an regelmäßigen Terminen durch einen geschulten Kollegen aus dem eigenen Hause nachgeholt.
Zweiter Schwerpunkt der Fortbildung war der Themenbereich „Gewalt und Mobbing“ unter Schülern. Mit Hilfe qualifizierter Fachreferenten wurde zunächst in das Thema eingeführt und sensibilisiert. Derzeit wird, ein auf die Bedürfnisse der Schule orientiertes Programm zu entwickeln mit dem Ziel, das Ausmaß von erkennbarer Gewalt jedweder Form zu reduzieren. Insbesondere sollen Maßnahmen erarbeitet werden, die den Schutz derjenigen Schülerinnen und Schüler gewährleisten, die unter Mobbingattacken ihrer Mitschüler leiden.

Außerdem nehmen Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule regelmäßig an regionalen Fortbildungen ihrer Fachdisziplinen teil.

Infoblock
November 2014
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Exkursion Volksbank 6a
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Exkursion KING Plastic 8a
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